Unseren zweiwöchigen Urlaub wollten Marlene und ich schön mit einem Tagesausflug beginnen. So starteten wir also am Samstag, den 22. Dezember um acht Uhr morgens in aller früh um nach Keila-Joa zu fahren. Mein sehr ehrlicher Reiseführer versprach keinen hohen aber breiten Wasserfall, der vor allem im Frühjahr schön sein soll… Falsche Jahreszeit, aber egal - Wasserfall beleibt Wasserfall.
Die Fahrt bis nach Tallinn verlief auch ganz ohne Probleme - wir hatten sogar einen recht günstigen Bus erwischt. (Wenn man mal davon absieht, dass wir zum Bus rennen mussten, weil ich mal wieder nicht rechtzeitig fertig war…..)^_^
In Tallinn aber schien es, dass wir einen Geisterbus suchten. Wir wussten von den “Busproblemen” einer anderen Freiwilligen, die zwei Wochen vorher nach Keila-Joa fuhr, dachten aber, dass sie damals einen andern Bus nehmen wollte. Es stellte sich aber heraus, dass wir auch diesen gewissen Bus, der wohl nur im Plan und im I-Net existiert, aber NICHT and der Bushaltestelle!!!! suchten - natürlich vergebens. Da es schließlich mittags war, entschieden Marlene und ich etwas Mittagessen zu gehen. Der nächste Bus kam nämlich erst 2 Stunden später. Dieser Bus kam dann auch wirklich - bzw. es existierte auch eine Bushaltestelle für ihn…..^_^
Diese Busfahrt jedoch war auch eine Sache für sich. Der Busfahrer, wohl schon im weiteren Stadium des Parkinson - er zitterte so sehr, dass Marlene und ich uns einreden mussten, dass die Straßen so holprig seien…. - wollt zu Anfang nicht so recht verstehen wohin wir wollen. Nach 5maligem Nachfragen und 6maligem Bestätigen saßen wir nun dann doch endlich in einem alten, klapprigen Bus Richtung Keila-Joa. Unterwegs fuhren wir ein kleines Stück an einer wunderschönen Steilküste vorbei. Spontan warfen Marlene und ich unseren Plan um und wollten nicht mehr nach Keila-Joa, sondern an diese Steilküste, die im Sonnenschein einfach nur super einladend zum “Wandern” wirkte. Wir also nach dem nächsten Busstopp Ausschau gehalten, schnell einen entdeckt, STOPP gedrückt und aufgestanden (alles natürlich noch während der Fahrt) - doch irgendwie hatte der Busfahrer Einwände gegen unsere spontane Planänderung. Er hielt nicht sondern fuhr vielmehr an 4 weiteren Bushaltestellen vorbei. Irgendwie überkam mich das Gefühl, in einem schlechten Horrorfilm zu sein - ein Bushaltestelle nach der anderen ras an uns vorbei und wir konnten nicht aussteigen…… Als der Bus nach weiteren Minuten das nächste Mal anhielt, um Einheimische aussteigen zu lassen, sprangen auch wir aus dem Bus, nicht wissend wo wir gelandet sind. Doch das nächste Straßen Schild entlockte uns lautes Gelächter - wir waren in Keila-Joa. Tja, estnischer Verkehrsservice - Sie zahlen bis nach Keila-Joa, wir bringen Sie bis nach Keila-Joa! ^_^
Die nächste Suche war dann die nach den Wasserfällen. Schnell konnten wir auch ihrem Rauschen folgen und wollten die ersten Bilder machen, da tat sich auch schon das nächste “Problem” auf - BEIDE Photoapparate brauchten neue Batterien und wir hatten keine bei. Kein Problem, wir sind ja grade an einem kleinen Tante-Emma-Laden vorbei. Also auf zum “pood”. Die Verkäuferin verstand uns sogar sofort und hatte auch Batterien für uns, die zudem noch super billig waren. Das “warum?” stellte sich auch sofort raus - alle neu gekauften Batterien funktionierten nicht! Immerhin bekamen wir unser Geld zurück.
So machten wir uns halt zu den Wasserfällen ohne Batterien. (Na ja, fast ohne, für ganze sechs Bilder haben die alten noch gereicht!^^)
Der Wasserfall so an sich ist ganz nett - nicht super beeindruckend - aber hey, für Estland wohl schon ausreichend!^^
Jedenfalls folgten wir noch einem kleinen Fußweg durch den Wald der zum Meer führen sollte - so viel wussten wir noch von der andern Freiwilligen.
2 Kommentare:
Hey Du!
Die Rundfahrt klingt ja echt lustig! Wie´s scheint erlebst schon recht viel in Estland...^^ Bin mal gespannt, was zusammen mit uns so alles "schief" geht... *g*
Grüßle und bis morgen.
Tere!
Ich möchte wissen wie es weitergeht kallis tüdruk!
Hau in die Tasten!
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