Meinen Jahreswechsel habe ich zusammen mit Marlene (wie war es auch anders zu erwarten ^^) in Helsinki verbracht.
Mit der Fähre “Rosella” ging’s von Tallinn in aller Herrgottsfrühe los - immer gen Norden.
Leider scheint Rosella ein kleines “Persönlichkeitsproblem” zu haben - kurze Überfahren sind nicht ihre Passion. Sie fühlt sich für Größeres berufen und ist daher mit vielen Kabinen aber wenigen Sitzplätzen ausgestattet. Da in unserem Budget keine Kabine für drei Stunden drin war und uns unsere morgendliche Langsamkeit die Möglichkeit auf Sitzplätze verweigerte, fanden Marlene und ich uns auf dem Boden vor dem bordeigenen Colaautomaten wieder. Ich sag euch, das waren mal unbequeme 3 Stunden!
Die herrliche Ansicht Helsinkis vom Schiff aus hätte fast alles entschädigt, hätte sich die finnische Hauptstadt mal von ihrer Schönwetterseite gezeigt. Stattdessen hatten wir die ganzen Tage trübes penetrantes Regenwetter bei Dauerdämmerung.
Aber schließlich sind wir mittlerweile Profis in Alternativsonne suchen - und siehe da, wir fanden auch einen werten Ersatz - die H&M Zentrale Helsinki.
Wir konnten grade mal noch unsere Koffer in unserem Hostel unterstellen, da zog es uns schon mit allerlei Entzugserscheinungen in den schwer vermissten schwedischen Modehimmel (Übertrieben?!?! Sicher!!!! Aber genau so fühlte es sich zu diesem Zeitpunkt an! ^^)
Zwei Stunden später und mit Tüten bepackt, konnten nun auch noch die anderen Läden der langen Einkaufsstraße gestürmt werden. So süß Tallinn auch ist, eine Einkaufsstraße kann es nicht wirklich in diesem Maße vorzeigen.
Abends ging es dann zurück in unser 12-Bettenzimmer am Olympiastadion. 12 Betten und fast alle mit Deutschen belegt - Ausnahme bildete dann bald Naomi, eine liebe Kanadierin, mit der wir dann die letzten zwei Tage Helsinki verbrachten.
Wir übten uns im Sightseeing aus der Tram heraus (das Wetter war einfach zu panne um zu Fuß zu gehen), erklimmten die Stufen zum Senat und zur orthodoxen Kirche, besichtigten die Markthalle und kehrten zu einer kleinen Führung und Unterhaltung in die estnische Botschaft ein (eine Bekannte aus Haapsalu arbeitet in der Botschaft und hat mich eingeladen - so was kann man ja schließlich nicht ausschlagen).
Zu Neujahr, nach einem guten Dreigänge-Tütenmenü, tummelten wir uns auf dem Senatsplatz. Ein finnischer Männerchor gab eine lustige a Kapella-Show und anschließend wurde ein recht mickriges Feuerwerk entzündet.
Doch auch das Wetter enttäuschte - es war zwar kalt, aber nicht klirrend kalt und es lag auch kein Schnee!!!!! Und zumindest das hätte man doch zu Silvester in Finnland erwarten können, oder?!
1 Kommentar:
hey!
herrlich - genau so wars!
drück dich
deine marlene
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