Dienstag, 27. Mai 2008

Endla, ein Wintermärchen - oder doch lieber "7 Mädchen IM Moor"

Lieber Leser,
Was kommt wohl dabei heraus, wenn sich 7 Mädels auf den Weg machen, das estnische Moor zu erkunden… Anfang März, bei Schnee und Eis…?!?! Ja, ich sehe schon, das Ende ist wohl doch absehbar.
Dabei fing alles so gut und geplant an. Wie besprochen fanden wir uns alle an diesem verhängnisvollen Samstag Vormittag im estnischen Nirgendwo ein - ob mit Bus oder Bahn angereist, bis hier hin hatte alles noch geklappt.
Auch der Eingang des Nationalparks lies sich nach einigen kleinen Irrungen und Verwirrungen finden. Wer hätte schon gedacht, dass man dazu über eine Pferdekoppel stapfen und über Zäune steigen muss?! Na ja, in Estland scheint es halt bei solchen Dingen anders zu laufen. Nach Pferdekoppel und Waldweg in tollstem Wintermärchen-Stil fanden wir auch schließlich unseren heiß ersehnten Brettersteg durch das Moor - eine weitläufige Landschaft voller Schnee und Eis. Im Gänsemarsch ging es nun über den Brettersteg immer mit Digicam im Anschlag, denn die Natur war einfach nur wunderschön.
Soweit so gut. Alle sieben schafften die Überquerung des Stegs ohne Probleme und auch die Anschließende Wanderung durch den Wintermärchenwald war ein reinster Genuss… bis wir von dem Wald heraus auf eine Lichtung kamen und sich unser Weg in einer riesigen Pfütze verlor. Dass da eine tiefere Pfütze vor uns lag, lernten wir leider auf die harte Tour - Nadia brach gleich mal bis über die Knöchel ein und Marlene auf der anderen Seite der Pfütze tat es ihr gleich. Ergebnis - nasse Schuhe, kein Weg vor uns und alles wieder zurück zu gehen wäre viel zu weit gewesen. Also kam uns die glorreiche Idee: Schuhe aus, Augen zu und ab durchs Eiswasser in barfüßiger Form. Ergebnis: eiskalte und zerkratzte Füße, nasse Hosen, aber nun auf der anderen Seite der Pfütze! Soweit wäre die Geschichte ja noch nett, hätten wir uns anschließend nicht noch verlaufen, wäre Maria nicht noch in einen Dachsbau eingebrochen und hätten wir nicht noch zwei Stunden auf den Bus warten müssen… aber da ich diese Geschichte zu erzählen habe, kann sie ja nur so ausgegangen sein. ^^
Im Schneesturm vertrieben wir uns unsere Wartezeit auf den Bus damit, entlang der Landstraße zur nächsten Bushaltestelle zu laufen. Das macht schließlich warm, vertreibt die Zeit und man spart somit auch Geld um eine Bushaltestelle. ^^
Ein sehr lustiger Ausflug, der meines Wissens, Gott (und Sauna) sei Dank, keine Erkältungen gefordert hat. Frau muss halt nur wissen wie….















Keine Kommentare: