Palju õnne sünnipäevaks!
Der März war dieses Jahr der Geburtstagsmonat schlechthin. Bevor noch ich meine neue “2” begrüßen durfte, freute sich Henriette über eine Handvoll an Lebensjahren.
Natürlich wurde dies gebührend im Kindergarten gefeiert. Zu ihrem Geburtstag wurde nun “Groß-Henriette” von ihren Kindergartenkollegen fleißig besungen, beschenkt und umarmt - was manchmal eher einem Erdrücken näher kam. Estnischem Brauch nach haben wir sie dann 5x mit dem Stuhl Hochleben lassen. Als zwei Wochen später mein Geburtstag folgte, verzichtete ich lieber auf diese estnische Tradition, obwohl klein Richard schon in den Startlöchern stand, auch mich hochleben zu lassen.
Aber nicht nur im Kindergarten wurde mein Geburtstag gefeiert. Für die Esten ist der Geburtstag mitunter einer der wichtigsten Festtage und auch ich spürte das dieses Jahr. So oft musste ich meinen Geburtstag noch nie feiern! Noch nie wurde mir so oft gesungen, ein gefühlter halber Blumenladen fand sich in meinem Zimmer ein und auch meine Lust auf Kuchen/Torte war erstmal für eine Zeit gestillt.
Aber nun mal von vorne.
Angefangen hat der diesjährige Geburtstagsmarathon - wer hätte das gedacht - an meinem Geburtstag. Ich verbrachte das Wochenende, welches ja auch gleichzeitig das Osterwochenende war, in Tartu bei Marlene. Es fanden sich auch noch ein paar liebe andere Freiwillige ein und so begannen wir den Ostersonntag = mein Geburtstag mit einem gemütlichen Brunch. Torte Nummer 1 wurde in Angriff genommen. Es war wirklich sehr nett und hatte seine ganz eigene Atmosphäre, denn in Marlenes Küche kann man nur nebeneinander in einer Linie oder im freien Stuhlkreis sitzen ….;-) Jedoch blieb mir eine 4 ½ h Busfahrt zurück nach Haapsalu leider nicht erspart. Denn die Esten, vom Katholizismus mehr oder weniger verschont (;-) ) haben keinen Ostermontag. Ein ganz normaler Arbeitstag stand an. Na ja, so normal dann wieder auch nicht. Wie schon erwähnt, wurde ich auch im Kindergarten kräftig besungen. Anschließend nach dem Kindergarten musste ich dann noch auf meine kleine Feier von der Kirchengemeinde, die Lia ganz lieb für mich organisiert hat. Ich hatte eher kleine Erwartungen, aber da habe ich nicht mit den Esten gerechnet.
Es fanden sich vielleicht ca. 15 Leute aus der Kirche ein, die mich alle beglückwünschten und mich mit Blumen übersäten. Wirklich wirklich erschlagen war ich dann allerdings von der Geburtstagstorte, die Lia extra für mich anfertigen ließ. Ein Monster an Cappuccino-Schokoladen-Torte mit Verzierung zum Abwinken. So toll Papas Torten auch echt immer sind, Marzipanrosen, Silberkügelchen, eine “20” aus Buttercreme waren noch nicht auf den Torten zu finden. Und auch die Größe war überdimensional. Obwohl wirklich jeder ein Stück aß, ich auch noch Kuchen zum Mitnehmen verteilte, nahm ich noch beinahe die Vierteltorte wieder mit nach Hause - und aß die nächsten zwei Wochen davon… Das war also die (gefühlte) Geburtstagstorte 2-4.
Aber damit war mein Geburtstag noch nicht zu Ende. Auch im Kirchenchor wurde mir noch einmal gesungen + Blumen überreicht und auch der Freitagnachmittagfrauenkaffeetreff wollte sich natürlich nicht lumpen lassen. Auch hier wurde ich noch mal als Geburtstagskind eingeladen, besungen und gefeiert. Ach ja, plus kleinen Kuchen, versteht sich.
Ein nettes Erlebnis - estnischer Geburtstag eben.
Ach und noch eine kleine Anmerkung zu den Geburtstagliedern. Das beliebte Geburtstagslied bei den Leuten von der Kirche hat 3 Verse. Und die werden natürlich ALLE und IMMER gesungen….
1 Kommentar:
Schade, dass wir dieses Jahr nicht live dabei sein konnten...aber in knappen 6 Wochen wird dann wieder richtig ordentlich Party gemacht - schließlich muss ich MEINEN Geburtstag auch noch feiern, gell??
Grüßli, Simi.
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