Montag, 17. September 2007

Tapa, Voru, Tartu und Viljandi

Lieber Leser,
am Donnerstag machten wir uns dann auf den Weg, unsere Einsatzstellen zu besichtigen. Naja, "unsere" Einsatzstellen ist hier gut gesagt. Wir haben jedes Projekt gemeinsam besucht, außer meines (natürlich). Haapsalu ließ sich einfach nicht in den Routenplan integrieren. Ein Blick auf eine Estlandkarte erklärt...^^
Nu gut. Am Donnerstag in der Früh (halb neun) wurden wir von einem Kleinbus (15 Sitze) abgeholt. Wir, das waren wir 8 schon bekannten Freiwilligen + eine zusätzliche Freiwillige, die schon seit einem Monat in Estland ist + Ave Bremse, unsere estnische Organisatorin. Mit samt allem Gepäck sind wir dann Richtung Tapa gefahren. Tapa, sie Stadt an sich ist echt nicht schön und total runtergekommen, aber Bennos Einsatzstelle, ein Heim für Waisenkinder, überraschte dann doch sehr mit Moderne und Sauberkeit. Wir wurden gleich mal von drei kleinen Kinder in Beschlag genommen, die mit uns spielten.
Doch wir mussten schnell weiter nach Voru. Auf der Fahrt dahin machten wir jedoch mehrer kleine Zwischenstopps an diversen estnischen Sehenswürdigkeiten. Meistens lief das nach dem selben Muster ab: Bus hielt irgendwo in der Pampa (meist an einem See), wir raus aus dem Bus, Jacken an, Fotos gemacht und wieder rein in den Bus... War aber trotzdem sehr nett.
In Voru schließlich wurden wir in Felix` Einsatzstelle, einem Jugendzentrum schon mit Tee erwartet. Halbe Stunde Tee trinken, dann in Christas und Pattys Projekt, einem Kindergarten nahe dem Jugendzentrum zum Kaffeetrinken. Auch dieser Kindergarten hat uns sehr beeindruckt mit seiner Ausstattung!
Übernachtet haben wir dann in der Nähe von Voru... Wort wörtlich mitten im Nichts! (aber an einem See!) Wir hatten zwei Häuser zur Verfügung, die sich an einer Schotterstraße gegenüberliegen. In dem einen Haus haben wir gekocht und gegessen im anderen Haus übernachtet. Unsere "Betten" bestanden aus alten feuchten Matten, die wir auf den Boden eines Fitnesssaals legten. An duschen war auch nicht zu denken; 1. die "Dusche" war ein längerer Schlauch auf dem Klo und 2. hat das Wasser (aus der Leitung!) furchtbar gestunken.^^
Aber wir haben auch das überlebt.^^
Am nächsten Morgen sind wir dann über mehrer Seen-Stopps nach Tartu gefahren, die zweit größte Stadt in Estland. Hier arbeitet nun Marlene in einer Suppenküche. Die Stadt Tartu hat mir sehr gut gefallen. Eine kleine gemütliche Studentenstadt eben.
Am Mittag haben wir dann Marlene gleich in Tartu zurückgelassen und sind weiter nach Viljandi gefahren. Dort haben wir im edelsten Restaurant der Stadt Mittag gegessen. War echt schön... vor allem wir mit unseren dreckigen Schuhen usw...^^ Anschließend haben wir die Projekte besucht. Die Einrichtungen für behinderte Menschen, in denen nun Andrea und Marie arbeiten werden waren teilweise super modern und super sauber. Liegt wohl auch daran, dass man sich in solchen Einrichtungen die Schuhe ausziehen muss, um eintreten zu dürfen...^^
Nachmittags haben wir dann die Voru und Viljandi Leute in Viljandi zurückgelassen. So kam es dann, dass in dem Bus nach Tallinn nur noch Benno, Ave und ich saßen.
So ca. um 20 Uhr erreichten wir Tallinn. Dort wurde ich dann auf einem Parkplatz an einen älteren Mann übergeben, der einen Abholschein für mich dabei hatte.....

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